Die tatz. Ausgabe 01/2007.

Varianten
Allessandro über Harry Potter

Alessandro Vetere über seine Erfahrungen mit Jan Baiers Variante "Harry Potter"

Von Alessandro Vetere

Link zur Test-Partie (inzwischen abgebrochen):
http://www.herbstmonster.de/potter2

Etwas spät, aber immerhin ... bin ja auch erst kurz in der Partie ...

Also hier mal meine bisherigen Erfahrungen:

Insgesamt halte ich die Variante für interessant. Sie hat viel Potential denke ich, und bislang macht es auch Spaß, sich auf dem neuen Terrain zurechtzufinden. Gut, das ist schonmal mit schwierigkeiten verbunden. Zum Beispiel brauchte ich 2 Züge, um mal richtig zu realisieren, dass ein ungültiger Zug daher kam, weil ein besen ja nicht in ein Gebäude darf ... Frei nach dem Motto: Gelesen, zur Kenntnis genommen, vergessen ... aber es heisst ja immer so schön learning by doing ...

Was das Kartendesign angeht wird die Sache denke ich etwas verzwickt. Hier herrscht viel Konfliktpotential, aber leider auch eine gewisse Gefahr des Stillstands, aber das werden wir erst noch sehen. Auffällig ist natürlich die Konstruktion dahingehend, dass im ersten "Tag" jeder erstmal seine VZ von 3 auf 6 verdoppeln kann, und zwar jeweils gefahrlos und ohne Widerstand. Entsprechend wird es wohl auch in den ersten Zügen noch zu relativ wenigen Aufeinandertreffen der Kontrahenten kommen, aber dann geht das Gemetzel auch schon richtig los. Deaththeater und Order of Phoenix haben hier mit einem doch britisch anmutenden Schicksal zu kämpfen: zwar sind sie durch ihre Abgelegenheit schwer einzunehmen, aber sie gelangen auch nur schwerlich aufs Festland, um dort überhaupt was reissen zu können. Dies sollte sich aber durch die nötigen diplomatischen Beziehungen richten lassen, allerdings laufen die beiden dabei auch Gefahr, einfach auflaufen gelassen zu werden. Interessanter Aspekt ist hierbei wiederum der Portkey, der beliebig gesetzt werden kann. Er kann eine gezielte Landung unterstützen, aber wiederum nur für eine Einheit. Besonders interessant hierbei ist natürlich der Umstand, dass man nie sicher sein kann, dass der Portkey des Gegners nicht gerade ins eigene Hinterland führt ... Alles in allem also eine Konstellation, die für Spannung sorgt ... Mein Urteil: Die Variante hat das Potential ganz gross raus zu kommen, auch bei Nicht-Potter-Freunden (und als Fan zähle ich mich auch nicht gerade ;-) )